Die Welt im digitalen Wandel – ohne Deutschland?

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Deutschland droht den Anschluss zu verlieren – das sagen diverse Verbände mit Bezug auf die Digitalisierungsbestrebungen der künftigen Bundesregierung. Tatsächlich scheint die Digitalisierung hierzulande hinterherzuhinken. Zu diesem Ergebnis kommt die EDEN-Studie.

„Die Digitalisierung ist die größte Veränderung der Gegenwart. Dieser Veränderung kann man nicht erfolgreich begegnen, indem man nichts ändert“ – so die ersten beiden Sätze einer von verschiedenen Verbänden gestarteten Petition, die von der zukünftigen Regierung die Ernennung eines Digitalministers fordert. Nach Ansicht der Verbände droht Deutschland im internationalen Vergleich abgehängt zu werden. Das zeigt sich unter anderem im schleppenden Breitbandausbau.

Digitalisierung per Gesetz?

Die Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen, ist mit der aktuellen Aufteilung des Ressorts „Digitalisierung“ auf verschiedene Ministerien (Verkehr, Wirtschaft, Inneres und Bildung) nur schwer möglich. Der hohe Koordinationsaufwand untereinander führt zu langsamen Entscheidungsprozessen. Die Verbände hinter der Petition hoffen, dass ein Digitalministerium die komplette Verantwortung für die digitale Transformation tragen würde, Kompetenzen und Ressourcen bündeln und Initiativen und Gesetzesentwürfe für die ganzheitliche digitale Transformation in Deutschland voranbringen würde. So könnte Deutschland den Anschluss an den internationalen Wettbewerb wiederherstellen. Denn Frankreich, Großbritannien, Polen und Österreich haben bereits einen Minister für Digitales.

Erschreckend: Unternehmen haben Digitalisierung oft noch nicht begonnen

Die von The Group of Analysts in Zusammenarbeit mit techconsult erstellte EDEN-Studie zeigt, dass die Verbände mit ihrer Vermutung nicht falsch liegen. Knapp 40% der Unternehmen hatten Anfang 2017 noch kein konkretes Vorhaben zur digitalen Transformation gestartet. Auch existierten bei einigen der Befragten noch keine konkreten Pläne, die digitale Transformation anzugehen. Nur für knapp ein Viertel der Unternehmen gab es bereits vor 2014 entsprechende Vorhaben. Ein Ergebnis, das angesichts der Zukunftsthemen rund um Industrie 4.0, Big Data oder 5G bedenklich ist.

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Abbildung: 38,9 Prozent der in der Studie befragten Unternehmen haben noch keine konkreten Projekte zur digitalen Transformation gestartet. (Bildnachweis: TGOA EDEN Study 2018, CC-BY-SA)

Status-quo-Bestimmung für Unternehmen

Die European Digital Entity Norm (EDEN), die von The Group of Analysts ins Leben gerufen und in Kooperation mit dem Analystenhaus techconsult umgesetzt wurde, möchte die Status-quo-Ermittlung unterstützen und Interpretationsansätze liefern, um Unternehmen auf dem Weg der digitalen Transformation zu begleiten. Die gleichnamige Studie legt dabei den Fokus auf Software-Lösungen, die entlang der Information Supply Chain eingesetzt werden. Auf dieser Grundlage bietet die EDEN Level-Bestimmung unter www.edenstudy.com erste Anhaltspunkte für Unternehmen, die sich bisher noch nicht mit der Digitalisierung ihrer Information Supply Chain auseinandergesetzt haben. Ebenfalls steht dort die EDEN Study (European Digital Entity Norm) nach einer kostenfreien Registrierung zum Download bereit.

edenstudy.com

 

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