VERANTWORTUNGSVOLLER SCHWEDE

Wie Volvo den Menschen in den Mittelpunkt stellt

VON CHRISTIAN PECHER

Die Geschichte von Volvo begann nicht mit Autos, sondern mit Metallkügelchen und einem Fischrestaurant. Steigen Sie ein, die Tür steht offen, denn wir befinden uns im Jahr 1899 in Göteborg. Die dortige Welt ist im Umbruch, und auf unserer gemeinsamen Reise erfahren Sie, warum große Ziele manchmal erst über Umwege, durch Zufälle und mit Leidenschaft erreicht werden.

Das Zischen der ersten Dampfmaschine als Startgeräusch für den umwälzenden Marsch der Industrialisierung klang noch immer in den Ohren der Menschheit. Und in keinem Wirtschaftszweig wirkte ihre Wucht brachialer als in der Textilindustrie. Wo die Dampfmaschine ihre Kraft freisetzte, kamen Maschinen in Bewegung, Räder drehten sich, Kolben stampften und Apparaturen wie der elektrische Webstuhl hoben ganze Wirtschaftszweige aus den Angeln. Inmitten dieser fiebrigen Welt suchte der schwedische Ingenieur Sven Gustaf Winquist seinen Platz. Als Absolvent einer Webschule im südschwedischen Norrköping kam er gerade von einem sechsmonatigen Aufenthalt in den USA zurück, und der Eindruck pragmatischer Amerikaner hatte seine Neugierde in Unternehmergeist verwandelt. Er suchte nach Konstruktionen, die es zu optimieren galt, und schließlich stutzte er, als er sich mit den Kugellagern von Textilmaschinen befasste. Deren Tragzahlen blieben weit hinter dem zurück, was er selbst für möglich hielt. Der Tüftler entwickelte das mit zwei Kugelreihen bestückte Pendelkugellager, das auch schwersten Belastungen standhielt. Ein Volltreffer, der in vielen Industriezweigen dringend benötigt wurde. 1907 gründete Winquist daraufhin das Unternehmen SKF, dessen neuartige Kugellager sich im Markt schnell und erfolgreich durchsetzten.
In den Anfängen des 20. Jahrhunderts war die Pferdekutsche gängiges Transportmittel und das Auto ein seltener Exot für Betuchte. Die Menschen staunten den knatternden Kisten immer noch hinterher. Der Begriff Automobilindustrie ist für diese Epoche viel zu groß – damals staksten kleine unbekannte Firmen auf wackeligen Beinen ihrer vagen Zukunft entgegen, und oft waren es eher einzelne begeisterte Tüftler, die nachts in ihren Scheunen schraubten. Heutige Weltmarken schrieben gerade an den ersten Zeilen ihrer Geschichte.
Auch den SKF Ingenieur Gustaf Larson entflammte die junge Erfindung Automobil, und im Jahr 1915 bot sich ihm die Chance, dieses Interesse mit seiner Arbeit zu vereinen. Es galt, die eigenen Pendelkugellager unter realistischen Bedingungen zu testen. Die Lager mussten also irgendwo eingebaut werden und unter wechselnden Lasten im laufenden Betrieb dauerhaft bestehen. Larson schlug vor, zu diesem Zweck firmenintern eigene Testfahrzeuge zu entwickeln. Die Geschäftsführung willigte ein und gründete die Tochtergesellschaft Volvo AB. Die relativ grobschlächtigen Fahrzeuge waren nur auf dem Firmengelände unterwegs und ihrem Zweck nach auch keinesfalls alltagstauglich. Aber sie erfüllten ihre Aufgabe und beflügelten nun Larsons Träume – er wollte ein marktreifes Automobil produzieren. Doch die SKF teilte diese Vision nicht, wollte bei ihrem Kerngeschäft bleiben und ließ ab 1920 die Marke Volvo vorerst ruhen.
Gustaf Larsons Schicksalstag kam am 27. Juli 1925. Er besuchte ein Göteborger Fischrestaurant, das wegen seiner Krebse beliebt war, und traf dort seinen früheren Kollegen Assar Gabrielsson, ehemals Vertriebsleiter bei SKF. Man teilte sich den Tisch, und die Unterhaltung drehte sich schnell um die Faszination für das Automobil. Sie sahen die Zeit reif dafür, dass in Schweden endlich Autos gebaut werden, und beide wollten vorne mit dabei sein. Früh visierten die beiden Gründer ein weiteres Ziel an: „Unsere Autos werden von Menschen gefahren. Deshalb muss unsere oberste Prämisse eines sein und bleiben: Sicherheit.“ Sie nahmen Kontakt zur Geschäftsführung der SKF auf und überzeugten diese von ihren Plänen. Als Logo wurde das Zeichen für Eisen erwählt, und jeden Kühlergrill sollte fortan die bekannte aufstrebende Linie zieren.
Die eifrigen Ingenieure entwickelte mit dem ÖV4 den ersten Volvo, ein offenes Fahrzeug in für damalige Verhältnisse recht massiver Bauweise. Das hatte zur Folge, dass der Wagen sicher, aber nicht preiswert war und sich nur schleppend verkaufte. Doch von Anfang an war die Sicherheit ihrer Fahrzeuge oberste Prämisse, und bis heute stehen sie für dieses Qualitätsmerkmal.
Der Buckelvolvo 1947 und der 56er Volvo Amazon brachten für die Göteborger schließlich den Durchbruch zum großen und beliebten Automobilhersteller. Und auch in der zunehmenden Verkehrsdichte mit stetig wachsenden Risiken durften sich die Insassen stets beschützt fühlen.
Dass man bei der Fahrzeugsicherheit mitunter auch um die Ecke denken muss, zeigte Volvo bei der Entwicklung des Sicherheitsgurtes. Der Ingenieur Nils Bohlin war seit den 1940er-Jahren im Flugzeugbau bei Saab für die Entwicklung von Schleudersitzen für Überschallflugzeuge tätig. Volvo erkannte die Artverwandheit seiner Aufgaben zu Sicherheitsanforderungen im Fahrzeugbau und warb ihn ab. Bohlin entwickelte daraufhin den 3-Punkte Sicherheitsgurt, mit dem der Volvo Amazon 1959 als erstes Serienfahrzeug überhaupt ausgerüstet wurde. Für diese Leistung wurde Bohlin später in die European Automotive Hall of Fame aufgenommen, und das Deutsche Patentamt zählte die Innovation 1985 zu den acht Erfindungen, die der Menschheit in den zurückliegenden 100 Jahren den größten Nutzen gebracht haben.
Volvo konterte frühzeitig allen denkbaren Gefahrenpotentialen durch Schutzmaßnahmen. Sie polsterten Armaturenbretter, testeten Kindersitze, verbauten den ersten Seitenairbag und installierten als Erste ein Kamerasystem, das den toten Winkel überwachte. Neben zahlreichen präventiven Schutzsystemen folgten weitere pfiffige Entwicklungen wie ein Schleudertrauma-Schutzsystem, bei dem der Sitz im Falle eines Aufpralls kontrolliert die Körperbewegung begleitet, und im aktuellen V40 ist der erste Fußgängerairbag montiert, der Passanten bei einem Frontalaufprall schützt. Sicherheitstechnische Reserven entstehen auch durch die Verwendung warmgeformten Borstahls, laut Volvo die strapazierfähigste Stahlsorte, die im Automobilbau verfügbar ist. Schöner Nebeneffekt ist, dass dadurch die durchschnittliche Lebensdauer eines Volvos satte 18 Jahre beträgt.
Und dass Sicherheit auch noch gut aussieht, zeigten uns die Nordmänner von Beginn an. Volvos schlichtes skandinavisches Design war immer von Zweckmäßigkeit bestimmt, besaß aber stets das nötige Quäntchen Charme, um gemocht zu werden. 1961 bewies der P1800 auf besonders spritzige Art, dass sie Autos mit Charakter bauen: Roger Moore war mit dem schwedischen Wagen in seiner TV-Rolle als Simon Templar zwar flott unterwegs, ohne aber an Sicherheit, oder schlimmer noch, Contenance einzubüßen. Namhafte Gestalter wie Bertone zeichneten Karosserien für Volvo, und über die Jahrzehnte hinweg wurden sie immer wieder mit Preisen geehrt, zuletzt mit dem Red Dot Best of the Best für den V90 Cross Country.
Die Schweden planen weiterhin Großes und wollen bis 2020 die Anzahl schwerer Personenschäden oder gar Todesfälle in jedem neuen Volvo auf null senken. In Sachen Elektromobilität zeigt Volvo mit den angekündigten stromgetriebenen Autos der eigenständigen Marke Polstar und dem Ziel, ab 2019 jeden Volvo zumindest auf Hybridbasis anzubieten, ebenfalls großen Ehrgeiz. Auch beim autonomen Fahren steht der Schutz der Passagiere im Mittelpunkt. Mit dem weltweit ersten Großprojekt für selbstfahrende Autos, „Drive Me“, testet Volvo 100 selbstfahrende Fahrzeuge in Göteborgs Straßenverkehr. Die Mitglieder der typisch schwedischen Familie Hain werden als Probanden in einem autonomen Volvo XC90 unterwegs sein, und die Erfahrungen, die sie dabei sammeln, sollen dafür sorgen, dass die erprobte Technik für jeden Fahrer gefahrlos einsetzbar sein wird und Risiken von vornherein minimiert werden. Ganz im Sinne der Gründer: Sicher ist sicher.

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag!

volvo.com

 


Digitale Transformation

Kurzporträt BrandMaker

BrandMaker steht für marktführende Technologien und Lösungen, die den gesamten Marketingprozess perfekt abbilden. Von der Content-Planung und -Erstellung bis hin zur Ausspielung – die ausgeklügelte Marketingmethodik von BrandMaker ermöglicht Marketing und Vertrieb, ihren Kunden relevanten Content immer zum richtigen Zeitpunkt und über passende Kanäle bereitzustellen. Das Ergebnis: qualifiziertere Leads und höhere Umsatzerlöse. BrandMaker zählt zu den Pionieren im Bereich Customer Engagement Management und ist führender Anbieter von Marketing Resource Management-Systemen (MRM). Seine Lösungen unterstützen Marketing- und Vertriebsteams bei der Optimierung ihrer Marketingprozesse. So lässt sich maßgeschneiderter Content bereitstellen, der auf die spezifischen Anforderungen des Kunden abgestimmt ist – und zwar stets zum geeigneten Zeitpunkt innerhalb des Kaufprozesses. Mehr als 400 Enterprise-Kunden mit mehr als 400.000 Anwendern in 86 Ländern setzen in ihren Kommunikations- und Marketingabteilungen auf die Marketing Efficiency Cloud von BrandMaker.

brandmaker.com


Gemeinsam Ziele erreichen

Die dezentrale Nutzung von zentral erstellten Marketingmaterialien führt zu typischen Herausforderungen wie zum Beispiel Kontrolle und Time-to-Market. Diese Aufgaben löst Volvo mit BrandMaker als bevorzugtem Lieferanten. Heute setzt Volvo BrandMaker in mehr als 120 Märkten ein, um die Verteilung der aktuellsten Gestaltungsvorlagen und Key Visuals auf der Grundlage eines klar definierten Rechte- und Rollenkonzepts und in kürzester Zeit sicherzustellen. Zusätzlich setzt Volvo in einigen Märkten weitere Module für die Marketingplanung, Web-to-Publish, E-Mail-Marketing und Reporting ein. Der modulare Ansatz von BrandMakers MEC hat ihnen geholfen, die unterschiedlichen Bedürfnisse aus der Box zu befriedigen und ihren Erfolg nachhaltig zu unterstützen.

 

Bildcredit: Volvo Cars

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